Kooperieren
Du schaust hinter den Streit, findest heraus, was jede Seite wirklich braucht, und entwickelst gemeinsam eine Lösung.
Dein Ergebnis
Worum es geht
Kooperieren heißt, bestimmt und zugleich offen für die andere Seite zu sein: Dir sind deine Bedürfnisse und die der anderen wichtig, und du opferst keine davon, bevor du nicht nach einem Weg gesucht hast, beide zu erfüllen. Statt über Positionen zu streiten, suchst du die Gründe dahinter. Warum will die Person, mit der du zusammen bist, das Auto? Warum verpasst jemand im Team ständig die Übergabe? Sobald diese Gründe auf dem Tisch liegen, tauchen Möglichkeiten auf, die anfangs niemand von euch gesehen hat. Kooperieren braucht Zeit, Vertrauen und die Bereitschaft, offen zu sagen, was du brauchst. Deshalb kann es sich wie der anspruchsvollste Stil anfühlen. Wer zuerst dazu greift, glaubt meist, dass die meisten Konflikte enden können, ohne dass jemand wirklich verliert.
So klingt das
Hilf mir zu verstehen, was dir hier am wichtigsten ist.
Das brauche ich. Was brauchst du?
Lass uns etwas finden, das für uns beide passt.
Wo dieser Stil hilft
Kooperieren ist richtig, wenn beide Seiten Bedürfnisse haben, die zu wichtig sind, um sie aufzugeben, und die Beziehung nach diesem Gespräch weitergeht. Es funktioniert gut bei Problemen, die immer wiederkommen, etwa wie ein Paar die Hausarbeit aufteilt oder wie ein Team Arbeit übergibt, denn an eine gemeinsam erarbeitete Lösung halten sich beide. Es bringt Informationen ans Licht, die ein schneller Deal übersieht, und endet oft mit einem besseren Plan, als ihn eine der beiden Seiten am Anfang hatte. Außerdem schafft es Vertrauen: Man erinnert sich daran, gefragt worden zu sein, was man braucht. Bei Entscheidungen mit langen Folgen ist die Zeit dafür meist gut investiert.
Was dich dieser Stil kostet
Kooperieren ist langsam, und nicht jedes Problem verdient es. Für die Wahl eines Restaurants braucht es keine Diskussion über die tieferen Bedürfnisse aller, und der Versuch kann alle erschöpfen. Es hängt außerdem davon ab, dass die andere Seite mitmacht. Bei einem Gegenüber, das sich nicht einlässt, vage bleibt oder nur gewinnen will, kann deine Offenheit gegen dich arbeiten: Du legst deine Bedürfnisse offen, von der anderen Seite kommt nichts, und am Ende gibst du mehr, als du wolltest. Manche, die gern kooperieren, nutzen endlose Diskussionen auch, um eine schwere Entscheidung aufzuschieben, und ein Konflikt, der eine Antwort brauchte, bekommt stattdessen noch ein Meeting.
So wächst du darüber hinaus
Pass den Aufwand an das an, was auf dem Spiel steht. Frag dich vorher, wie wichtig das in einem Monat noch sein wird. Wenn es dann kaum noch eine Rolle spielt, ist ein schneller Kompromiss oder einfaches Loslassen völlig in Ordnung. Setz der Diskussion eine Grenze, etwa ein Gespräch oder einen Abend, und vereinbare, dass ihr eine vernünftige Option wählt und weitermacht, falls bis dahin nichts Besseres aufgetaucht ist. Achte darauf, ob die andere Seite wirklich mitmacht: Wenn deine Fragen immer wieder auf vage Antworten stoßen, sag das klar und bitte um eine konkrete Position. Und übe, allein zu entscheiden, wenn die Entscheidung bei dir liegt. Nicht jedes Gespräch braucht Einigkeit, und eine klare Ansage kann auch eine Form von Respekt sein.
Gegner, die diesen Stil testen
Diese drei Gegner kommen nie wirklich an den Tisch. Schöne Versprechungen, glatte Nicht-Antworten, kaum ein Wort: Mit offenen Fragen allein kommst du hier nicht weiter.
Der Ausweicher
Will gern darüber reden. Später.
Gegen diesen Gegner übenDer Diplomat
Stimmt allem zu, legt sich auf nichts fest.
Gratis im Browser spielenDer Blockierer
Gibt dir nichts und sitzt dich aus.
Gegen diesen Gegner üben